Es ist zu spät, um Pessimist zu sein
von Florian Heiler
am 07 Oktober 2009
Gestern Abend im p l e n u m. Wir machen einen Filmabend. Wir, das sind wir sieben von p l e n u m. Und das sind WIR, die wir das p l e n u m ausmachen und zum Leben bringen. Freunde, Kunden, Partner, ...
Gezeigt wird der Film HOME. Ein Feuerwerk an Bildern. Jedes für sich ein Kunstwerk. Ästhetisch und pathetisch anspruchsvollst. Verpackt als Film über die Schönheit von Gaia und das Mysterium des Lebens auf diesem Planeten. Darüber gelegt eine Erzählschleife über die Geschichte des Planeten und die Prägungen, die die Erdoberfläche vor allem in den letzen Jahrzehnten durch uns, die Menschheit erfahren hat. Der harte, pathologische und entmutigende Nachhaltigkeitskontext wird erdrückend aufgespannt. Die negative Seiten unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Handelns werden nicht neu, aber doch eindringlich vorgebracht. (vielleicht in Summe doch etwas zu lang) Immer unterlegt durch die Macht und Kraft der Bilder des Filmemachers Bertrand, die auch für sich alleine stehen könnten.
Der Film wirkt auf mich. Mir wird es eng. Und dann gegen Ende kommt doch ein neuer und überlebensnotwendiger Fokus dazu, einer der uns in unserem beruflichen Handeln aktiviert, inspiriert und motiviert: "Es ist zu spät, um Pessimist zu sein". Ja, sage ich mir. Ja und nochmals Ja. Es gibt kein zurück. Es gibt nur ein Jetzt und ein Morgen. Packen WIR es an. HOME eröffnet diesen Raum für tiefe Nachhaltige Entwicklung. Den Raum der Möglichkeiten, fokussiert auf die schöpferische und visionäre Gabe von Menschen, von Gemeinschaften. Ja, sage ich mir. Daran glaube ich. Dafür stehe ich. Dafür lebe ich.
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